Feuerwehr mit 170 Kräften im Einsatz Kind stirbt nach Hochhausbrand in Berlin – mehrere Schwerverletzte – Tagesspiegel


© dpa/Annette Riedl
Am Mittwochabend bricht in einem Haus im Bezirk Lichtenberg mit 20 Geschossen ein Brand aus. Einsatzkräfte müssen Bewohner aus Wohnungen retten. Ein Kind stirbt, weitere Personen müssen reanimiert werden.
Stand:
Nach dem Feuer in einem Hochhaus in der Dolgenseestraße im Berliner Osten ist ein Kind gestorben. Das sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Zustand des anderen Kindes und der Frau, die beide ebenfalls reanimiert werden mussten, blieb zunächst offen. Alle drei waren bewusstlos in dem Hausflur nahe der Brandwohnung gefunden worden. 60 Bewohnerinnen und Bewohner retteten sich teils selbst oder wurden von Einsatzkräften ins Freie gebracht.
Der Brand war am Mittwochabend gegen 20 Uhr in einer Wohnung in dem Gebäude ausgebrochen. In dieser habe es sehr viele Einrichtungsgegenstände gegeben, sagte ein Feuerwehrsprecher, deutlich mehr als für eine Wohnung üblich. Das Feuer habe sich dadurch dort sehr schnell ausgebreitet.
Der Bewohner der Wohnung hatte sich laut Feuerwehr selbst nach draußen retten können. Auch andere Bewohner des Hauses gelangten dem Sprecher zufolge selbst ins Freie, viele andere wählten den Notruf oder machten an den Fenstern auf sich aufmerksam. Sie wurden von Feuerwehrtrupps durch das Treppenhaus nach draußen gebracht. Insgesamt sammelten sich vor dem Haus 70 Bewohner, wie der Sprecher mitteilte. Insgesamt prüften die Einsatzkräfte bei dem Brand etwa 60 Wohnungen.
20 Wohnungen in dem Komplex mit schätzungsweise mehr als 150 Einheiten seien vorerst nicht bewohnbar, sagte ein Sprecher. Wie viele Verletzte es insgesamt gab, war auch nachts noch unklar. Vorherigen Angaben nach geht die Feuerwehr allerdings von einer Vielzahl von Verletzten aus. Schwerverletzt wurde neben der Frau und dem Kind eine weitere Person.
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Viele Bewohner mussten erst einmal anderweitig unterkommen. In manchen der unbewohnbaren Einheiten gebe es keinen Strom und kein Wasser, andere seien so verraucht, dass man dort nicht schlafen könne. Wer nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkam, konnte in einer nahegelegenen Turnhalle schlafen. Der Bezirk versuche, für die Zeit danach Wohnungen und Hotels zu organisieren, hieß es.
Für die Angehörigen der Verletzten war ein Team der psychosozialen Notfallversorgung vor Ort. Außerdem wurde für die Betreuung der Einsatzkräfte ein Einsatznachsorgeteam gerufen.
Die Brandwohnung befindet sich laut Feuerwehr im dritten Obergeschoss eines 20-geschossigen Hochhauses im Ortsteil Friedrichsfelde im Bezirk Lichtenberg.
Als die Einsatzkräfte eintrafen, habe die Wohnung komplett gebrannt. Es habe eine massive Rauchausbreitung im gesamten Gebäude gegeben, aus Fenstern schlugen Flammen. Auf jeder Etage des Hochhauses befinden sich acht Wohnungen. 
Die Feuerwehr sei in der Spitze mit rund 170 Kräften im Einsatz gewesen, hieß es. Die Polizei ermittle zur Ursache. Einsturzgefährdet sei das Haus nicht. Der Brand ist gelöscht. (dpa)
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